Fisch macht doof!

seelachsKein Wunder, dass wir bei den Pisa-Studien so schlecht abschneiden, entdeckte ich doch eine potenzielle Ursache jenes akademischen Versagens heute unerwartet beim Frühstück. Dort stand unter den Inhaltsangaben als versteckter Hinweis: „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“.

Wohl gemerkt: Unter der Ernährungs-Information, welche sich die geschädigte Zielgruppe i.d.R. ohnehin nicht durchliest! Würde es hierfür eine Extrarubrik mit dem Titel „Nebenwirkungen“ geben, würde man hier natürlich mit offenen Karten spielen:
Hintergrund: Seit dem 20. Juli 2010 müssen Lebensmittel, welche gewisse Azofarbstoffe enthalten mit diesem Hinweis versehen sein. Darunter fallen u.a. das o.g. „Gelborange S“ (E110) und das „Chochenillerot A“ (E124). Dass die beschriebene Aufmerksamkeitsstörung bei Kindern tatsächlich durch diese Stoffe hervorgerufen wird, ist zwar nicht eindeutig nachweisbar, aber immerhin weiß man schon lange, dass sie krebserregend sind. In Ländern wie USA, Norwegen und Finnland ist die Verwendung dieser Stoffe längst verboten – hierzulande ringt die Lobbymaschinerie noch mit der Anerkennung der Studien.

Die Tatsache, dass diese ganzen Farb- und Zusatzsstoffe der Gesundheit nicht gerade zuträglich sind, ist ja schon lange kein Geheimnis der Lebensmittelindustrie mehr. Ich erinnere mich, dass man schon in den 80ern von „krebserregenden Gummibärchen“ gesprochen hat! Somit führt einem ein solcher Satz wieder vor Augen, wie wenig sich in den letzten Jahrzehnten in der Branche getan hat, weil hier ganz andere Interessen im Vordergrund stehen.

Link zum Thema (allgemein): www.foodwatch.de

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